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Objektspiel
KurzbeschreibungSchülerinnen und Schüler müssen die internen Abläufe objektorientierter Programme verstehen. Dazu spielen sie in einer Art Rollenspiel die Objekte eines Programms. ProblemUm ein objektorientiertes Programm zu verstehen, müssen statische Beschreibungen (Klassen und Objekte) und dynamische Beschreibungen (Sequenzen) als Einheit betrachtet werden. Die vielen formalen und syntaktischen Einzelheiten der jeweiligen Darstellungen/Notationen erschweren dieses Verständnis jedoch. KontextSchülerinnen und Schüler im Anfangsunterricht benötigen einen Überblick, was Objektorientierung ausmacht. Beim Erstellen kleinerer Modellierungen kann das Objektspiel eine bereits erfolgte Modellierung für den ganzen Kurs anschaulich werden lassen und als Methode zur Überprüfung des Modells benutzt werden. Das Objektspiel kann auch zur Einführung von CRC-Karten benutzt werden. Ebenso kann es genutzt werden, um unterschiedliche Modelle zu vergleichen. SchwierigkeitenDas Zusammenspiel der Objekte macht die Funktionalität eines
objektorientierten Programms aus. Im Quelltext sieht man jedoch nur die
Beschreibungen der Klassen. Und auch Klassendiagramme lassen lediglich eine
solche statische Sicht zu. LösungSchülerinnen und Schüler, die die
Rolle eines Objektes übernehmen, erhalten eine Klassenkarte (CRC-Karte) mit der
Beschreibung der Klasse (Verantwortlichkeiten, Beteiligte) des Objektes sowie
zusätzlich eine Objektkarte, auf denen das notwendige Wissen des Objekts zu
jedem Zeitpunkt notiert werden kann ('Zustand').
ErgebnisJe nach Verwendungsart des Objektspiels haben die Schülerinnen und Schüler entweder ihre Modellierung überprüft, oder grundlegende Einsichten über Objekte gesammelt:
Diskussion/KonsequenzenDas Objektspiel wird von einigen Schülern als zu wenig ernsthaft angesehen. Bei einfachen Modellen z.B. sind den Schülern die Abläufe so klar, dass sie sich nicht an die Angaben auf den Karten halten. Hier muss ihnen deutlich gemacht werden, wie wichtig es ist, dass beim Objektspiel dennoch die Regeln eingehalten werden: Bei späteren Test von eigenen Modellen mit dem Objektspiel ist dies nämlich Voraussetzung, um Aufschluss über die Gültigkeit bzw. Konsistenz des eigenen Modells zu erhalten. BemerkungenEs gibt in dieser ersten Phase der Modellierung und bei diesem Stand der Softwareentwicklung keine grundsätzlich festzulegende Abfolge von Tätigkeiten, sondern es ist ein Wechselspiel zwischen dem genauen 'Hinsehen', 'Erkunden' der Realität, dem Finden von Objekten und Aktivitäten, dem Finden und Verfeinern von Anwendungsfällen und dem Erstellen von CRC-Karten. In diesem Rahmen bietet das Objektspiel die Möglichkeit, ohne "syntaktischen Aufwand" die Modellierung zu verbessern. Objektkarten ermöglichen es Objekte zu identifizieren und ihren Zustand festzuhalten:
CRC-Karte der Klasse Feld und Objektkarte des Feldes Otto:
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